Hoenir

Über unseren Namensgeber

Hoenir (auch Hönir oder Hœnir, vermutlich auch Vili) ist ein Gott aus der nordischen Mythologie, ein Bruder von Lodur (Ve) und Odin, dem Hauptgott, Sohn von Bor und Bestla. Er ist als Meer- und Wassergott, Wolkengottheit, Herr der Schwäne und Frühlings- und Jahresgott aufgeführt und gehört zu dem Geschlecht der Asen.

Es steht geschrieben, dass es Hoenir, Lodur und Odin waren, die am Strand die beiden ersten Menschen, Ask und Embla, aus zwei Baumstämmen schufen. Der Sage nach  hauchte Odin ihnen Leben und Seele ein, Lodur gab ihnen das Gehör, warmes Blut und ein gutes Aussehen. Hoenir gab ihnen Vernunft und Verstand – es wird vermutet, er hat ihnen zu viel davon gegeben. Im Laufe der weiteren Mythologie wird Hoenir als entscheidungsschwach, unselbstständig und nicht sehr geistesstark beschrieben, dafür aber als schön, langbeinig, kühn und hervorragender Jäger und Läufer, weswegen er Odin oft auf dessen langen Wanderungen begleitete.

Nach dem Krieg zwischen Asen und Wanen wurde Hoenir, zusammen mit Mimir, dem Wächter der Quelle der Weisheit, die unter den Wurzeln Yggdrasils (der Weltenesche) lag, als Geisel nach Wanaheim entsandt. Die Wanen machten Hoenir zu ihrem Häuptling, da ihnen gesagt wurde, er sei weise. Das war jedoch eher ein Wunschtraum, denn der einzige Weise war Mimir, der Hoenir alle Entscheidungen vorsprach. War Hoenir einmal auf sich allein gestellt, antwortete er stets: „Dies mögen andere entscheiden!“ Irgendwann waren die Wanen das ganze Theater leid und fanden Hoenirs Wiederholungen von dem, was Mimir gesagt hatte, derart nervenaufreibend, dass sie Mimir den Kopf abhackten und ihn zurück zu den Asen schickten.

Alles in allem wurde Hoenir stets als passiv, unselbstständig und unentschlossen, aber als sehr schön beschrieben – was wir für unser Lager sehr passend fanden. Und somit sind wir Hoenirs Erben auf der Wanderschaft.

 

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